Aufmerksamkeit
Aus PR-Woerterbuch
Zustand, der ein erhöhtes neurologisches Aktivationsniveau voraussetzt und die Vorbedingung für alle Wahrnehmung bzw. Rezeption beim Rezipienten ist. Die Funktion von Aufmerksamkeit liegt in der selektiven Zuwendung und der dadurch möglichen Entlastung des Bewußtseins. Das Zentralnervensystem (ZNS) des Menschen kann pro Sekunde bis zu 109 bits aufnehmen, aber von diesen nur etwa 102 bits bewusst verarbeiten, d.h. es findet laufend eine rigide Selektion statt, die maßgeblich von der Aufmerksamkeit gesteuert wird: Welchen Informationen sich der Rezipient zuwendet (und welchen nicht), wird vor allem durch Aufmerksamkeit geregelt, wobei diese wiederum nach Überraschung (Information) und Relevanz, also nach Aktualität selegiert, nach genau den Kriterien also, die nicht zufällig auch für Journalisten relevant sind: Nur das, was überragende Aufmerksamkeitswerte besitzt, gelangt in die Medien.
[Merten 1999: 67; Ruhrmann 1989: 33ff.]
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