Image

Aus PR-Woerterbuch

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Ein Image ist eine kollektive und fiktionale Vorstellung von einem Objekt (Person, Organisation, Idee, Ereignis etc.), die aus vielen wertenden Einzelinformationen zusammengesetzt sein kann und in diffuser Form (durch Publikation in den Medien, durch Gespräche in der Öffentlichkeit) bekannt wird. Wie ein Vorurteil wirkt auch ein Image durch Betonung oder Vernachlässigung von Einzelheiten vereinfachend und gerade dadurch besonders griffig und einprägsam. Da Images vergleichsweise schnell aufzubauen und zu verändern sind, fungieren sie in der Mediengesellschaft als fiktionale Stellvertreter für Personen und Organisationen.

Gegenüber einer Meinung, die dem Individuum stets subjektiv selbst zugerechnet wird, ist ein Image eine fiktionale, kollektive Größe, die nicht von einem Subjekt über ein Objekt, sondern durch eine Vielzahl von in der Öffentlichkeit bekannten Informationen über ein Objekt definiert wird, daher allgemein bekannt ist oder angesehen wird und öffentlich konsentiert ist oder als konsentiert angesehen wird.

Images lassen sich differenzieren in ein Selbstbild (Vorstellung, die eine Organisation resp. Person von sich selbst besitzt, Autostereotyp) und ein Fremdbild (Vorstellung, die die Öffentlichkeit von einer Organisation resp. Person besitzt, Heterostereotyp). Images werden weiter unterschieden in Personenimage, Firmenimage, Produktimage, Markenimage oder Branchenimage.

Theoretisch ist ein Image eine Vorstellung davon, dass andere (man) ähnliche Vorstellungen wie andere haben und besitzt eine konsensbasierte, aber fiktionale und mehrfach reflexive Struktur, die affin zu der der öffentlichen Meinung ist; daraus erklärt sich auch die Chance, Images in der Öffentlichkeit vergleichsweise leicht aufzubauen, zu pflegen oder zu verändern. Da Images zugleich als Stellvertreter fungieren, sind sie ideale Ansatzpunkte für die Bemühungen von PR, Einfluss auf die Öffentlichkeit zu nehmen. [Merten/Westerbarkey 1994; Merten 1999: 244ff.; Bentele/Seidenglanz 2006]

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