Impression Management

Aus PR-Woerterbuch

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Impression Management (Selbstdarstellung) ist das bewusste Bestreben von Personen und Organisationen, den Eindruck, den sie auf andere Personen machen, zu steuern und zu kontrollieren. Der Prozess der Selbstdarstellung entsteht stets in sozialer Interaktion (in Gegenwart anderer) und vollzieht sich, bewusst oder auch unbewusst, ständig auf sprachlicher und nichtsprachlicher Ebene. Verhandlungen, Meetings und Bewerbungen sind einige Beispiele für Situationen, in denen Impression Management praktiziert wird.

Impression Management ist somit kein Verhalten in Ausnahmesituationen, sondern ein wesentliches Element unseres Verhaltens im Alltag. Jede Person möchte bei ihren Mitmenschen einen guten Eindruck hinterlassen: Wer sein Leben meistern will, muss wissen, wer er ist und wie er gesehen werden möchte. Um in der heutigen Mediengesellschaft wahrgenommen zu werden, sollte man sich gekonnt selbst darstellen. Impression Management verstehen wir demnach als Prozess, „whereby people seek to control the image others have of them. We manage impressions in many different ways: what we do, how we do our offices, and our physical appearance – from the clothes and make-up we wear to nonverbal behaviour such as facial expressions or posture. All these behaviours can help define who and what we are. They convey an identity and what we want and expect from other people” (Rosenfeld et al. 1995: 4).

Erving Goffman hat in seinem Buch „The Presentation of Self in Everyday Life“ (1959) den Begriff Impression Management geprägt und zeigt, dass Impression Management weder als unethisches noch als falsches Verhalten gewertet werden kann: Menschen versuchen jederzeit, ihr Selbstbild in der Öffentlichkeit zu vermitteln und dies so vorteilhaft wie möglich.
Impression Management lässt sich auch auf Organisationen übertragen, wo es im Konzept der Corporate Identity auftaucht. Corporate Identity bedeutet in der Praxis die strategisch geplante und operativ eingesetzte Selbstdarstellung und Verhaltensweise eines Unternehmens nach innen und außen (vgl. Birkigt et al. 1998: 18). Eine festgelegte Unternehmensphilosophie, eine langfristige Unternehmenszielsetzung und ein definiertes Soll-Image bilden die Basis. Für Organisationen wird Impression Management wie folgt definiert:

„Impression Management is the company’s policy of presenting itself to target groups in such a way as to evoke in them a favourably picture (image) or to avoid an unfavourable picture” (Riel 1995: 96).

Verwandt mit dem Begriff des Impression Management ist der des Reputation Management, doch ist das Verhältnis beider zueinander bislang nicht klar. Das liegt vor allem daran, dass auch der Begriff des Reputation Management aus dem Amerikanischen kommt und, wie viele solcher Begriffe, zwar eilig übernommen, aber nicht zufriedenstellendgeklärt worden ist.

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