Kommunikation, Forschung
Aus PR-Woerterbuch
So gut wie alle kommunikativen Leistungen (Schrift, Buchdruck, Zeitung) wurden zuerst von Wirtschaft und Politik angestoßen und in Anspruch genommen. Die Kommunikationsforschung hat sich spät entwickelt. In den USA von der Praxis her kommend (Journalism research, Advertising, Public Relations), in Deutschland dagegen aus historischer oder berufskundlicher Perspektive (Pressegeschichte, Medienkunde etc.).
Mittlerweile ist die Kommunikationswissenschaft eine wichtige und noch immer an Bedeutung zunehmende Disziplin, deren Gegenstand alles, was zeichenhaft verfasst ist, umfasst. Für rein praktische Zwecke hat man die Kommunikationsforschung entlang der Lasswellformel in fünf Teilbereiche grob gegliedert. Das ist ein praktisches erstes Ordnungsschema, aber natürlich keine Theorie:
Über diese Klassifikation ist die Kommunikationsforschung freilich bislang nicht weit hinausgekommen, sie kann nur ein erster Schritt sein. Wo würde man z. B. die Wirkung (Wirkung) von Gewaltdarstellung (Aussage) im Fernsehern (Medium) verorten? Noch defizitärer steht es um die Theorien der Kommunikation. Hier kann man bestenfalls von einem theoretischen Flickenteppich sprechen, der voll von Einzelbefunden ist, die jedoch meist unverbunden und oft widersprüchlich nebeneinander stehen. Das gilt insbesondere für den wichtigsten Bereich der Kommunikationsforschung, die Erforschung von Siehe hierzu: Wirkung.
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