Kommunikationswissenschaft
Aus PR-Woerterbuch
Gegenstand der Kommunikationswissenschaft ist alles, was zeichenhaft verfasst ist. Sie umfasst dabei sowohl die Grundlagen, vor allem die Lehre von den Zeichen, ihrer Darstellung, ihrer Bedeutung und ihren Wirkungen (Semiotik). Die konkreten Ausformungen werden unterschieden in Prozesse der informellen Kommunikation (GesprĂ€ch, Klatsch, Rede, GerĂŒcht) als auch der Massenkommunikation.
Weiterhin zĂ€hlt dazu die Lehre von den Kommunikatoren (Jornalismus, Werbung, PR, Literatur), die Lehre von den Medien und ihren gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen BezĂŒgen sowie die Lehre vom Rezipienten bzw. Publikum, deren Nutzung der Medien und den dabei sich einstellenden Wirkungen (Publikums- und Wirkungsforschung).
Man erkennt, dass eben nicht nur Kommunikation boomt, sondern dass auch die Kommunikationswissenschaft boomt. Dies bedeutet auch, dass die Entwicklung einer allgemeinen Kommunikationstheorie bei vielen Disziplinen Anleihen gemacht hat, aber umgekehrt auch Relevanz fĂŒr diese Disziplinen gewinnt. So lĂ€sst sich beispielsweise aus der allgemeinen Systemtheorie ableiten, dass die kleinen Systeme alle gröĂeren Systeme erzeugen.
Aus der Differenztheoreie ist auch abzuleiten, dass die kleinste denkbare Differenz etwas ist, was uns sehr gelĂ€ufig ist, nĂ€mlich ein Typ von Information (âanything that makes a differenceâ). Doch die Differenztheorie steckt noch in ihren AnfĂ€ngen und die Frage, ob es oberhalb der Differenztheorie noch eine weitere Supertheorie gibt oder geben kann, ist ungeklĂ€rt.
[Merten 2000: 424ff.]
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