Krisenkommunikation
Aus PR-Woerterbuch
Alle Kommunikationsanstrengungen nach Eintritt eines Schadens werden als Krisenkommunikation bezeichnet, während Risiko-Kommunikation die Kommunikation über die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines (möglichen, zukünftigen) Schadens meint. In der Mediengesellschaft hat die Berichterstattung der Massenmedien in der Regel nach wie vor hohe Glaubwürdigkeit, so dass der Berichterstattung über Risiken durch die Medien eher geglaubt wird als den Aussagen von Experten. Hinzu kommt, dass die Medien in ihrem Bestreben nach Aktualität alle Sachverhalte tendenziell als noch riskanter darstellen, so dass sich zwei Ebenen der Argumentation – die Medienebene (Laienebene) und die Expertenebene bilden. Risikokommunikation umfaßt beide Ebenen sowie den Versuch der Vermittlung zwischen diesen. In der Terminologie von PR wird dies auch als Mediationsverfahren ("Dialog im Widerspruch", konfliktlösende Kommunikation etc.) bezeichnet. Zur Krisen-PR gehört nicht nur die Krisenkommunikation, sondern auch die PR-bezogene Vorbereitung eines Unternehmens auf einen technisch oder sozial relevanten Störfall. Für diesen Zweck wird ein Krisenplan vorbereitet, der - je nach Bedeutung und Auswirkung des Störfalls - alle kommunikativen Maßnahmen vorab benennt und festlegt, die im Ernstfall dann eingeleitet werden müssen. [Neujahr 2004]
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