Marke
Aus PR-Woerterbuch
Der Begriff der Marke ist eng mit dem der Industrialisierung verbunden. Definierte man früher eine Marke als durch bestimmte (Produkt)merkmale ausgezeichnet, so geht man heute davon aus, dass Marken Glaubensvorstellungen in den Köpfen ihrer Nutzer sind, die durch fortlaufende Kommunikation stabilisiert werden können: „Eine Marke ist eine ultrastabile Fiktion, die auf Grund nachhaltiger Kommunikation in Bezug zu einem damit assoziierbaren Produkt die Kraft besitzt, die Komplexität von Entscheidungskonflikten beim Konsumenten so zu reduzieren, dass das jeweils assoziierte Produkt gegenüber konkurrierenden Produkten nachhaltige Konsumpräferenz gewinnt“ (Merten 2003).
Für den Erfolg eines Produktes ist ein Markenname (Brand Name) ausschlaggebend. Branding ist die professionelle Schaffung eines Markennamens, wobei dessen nachträgliche Änderung als schwierig gilt. Ahnherr des Markenverständnisses („Markenwesens“) ist Domizlaff. Weitere – immer wieder verwendete – Begriffe im Markenwesen sind: Brand Awareness (Markenbekanntheit), Brand Equity (Markenkapital, d.h. der Barwert, den ein Markenartikler aus einer Marke erwirtschaften kann), Brand Loyalty (Markentreue, -bindung), Brand Management (Produktmanagement) oder Brand Mark (Markenzeichen). [Koschnick 1997: 178; Merten 2003]
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