Mediennutzung

Aus PR-Woerterbuch

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Unterschiedliche Medien werden von unterschiedlichen Zielgruppen (Publika) unterschiedlich genutzt. Deren Wünsche, Vorlieben und Gewohnheiten entscheiden über Akzeptanz, Auflage und Reichweite aller übermittelten Informationsangebote.

In der Bundesrepublik sind Gewohnheiten und Präferenzen der Mediennutzer durch sechs groß angelegte repräsentative Befragungen im Fünfjahresrhythmus (seit 1964) von der ARD-ZDF-Medienkommission untersucht worden – sozusagen auch ein Glücksfall für die Medienforschung. Die letzte dieser repräsentativ angelegten Studien wurde im Jahr 2005 mit einer Stichprobe von 4.500 Personen durchgeführt. Befragt wurden zufällig ausgewählte Personen ab 14 Jahren (vgl. Reitze/Ridder 2006: 21). Die Ergebnisse dieser Untersuchung geben - bei allen Vorbehalten gegen die Einschränkungen, die sich z. B. aus der Vergleichbarkeit dieser sieben Untersuchungen ergeben könnten - eine valide Basis ab.

Diese Basis gilt nicht nur für die Beschreibung der Mediennutzung nach verschiedenen Medien, in Abhängigkeit von verschiedenen demographischen Variablen und in Bezug auf das Freizeitverhalten, sondern auch für deren Veränderung in der Zeit. Die Tabelle zeigt die Reichweite (Anteil der Bevölkerung, der das jeweilige Medium nutzt) der wichtigsten Medien in Deutschland (bis 1985: Deutschland West).

Betrachtet man als Basis die Werte des Jahres 1970, so erkennt man:

- Die Nutzung der Zeitung geht zwischen 1970 und 2000 um den Faktor 0,73 zurück (51/70).
- Die Nutzung von Zeitschriften geht um den Faktor 0,77 zurück.
- Die Nutzung des Hörfunks steigt bis zum Jahr 2000 um den Faktor 1,25 (84/ 67).
- Die Nutzung des Fernsehens steigt bis zum Jahr 2000 um den Faktor 1,24.

Oder anders: Die Nutzung der Printmedien reduziert sich zugunsten der Nutzung der elektronischen Medien. Darüberhinaus zeigt eine Kohortenanalyse, dass die Nutzung tasgesaktueller Medien (Tageszeitung, Hörfunk, Fernsehen und Internet) bei der jüngeren Bevölkerung immer mehr zunimmt und heute bereits einen Wert von täglich 6 Stunden erreicht (vgl. Reitze/Ridder 2006: 139).

Die Auflistung zeigt auch, dass die jüngeren Leser eine immer geringere Zeitungsbindung aufweisen, die bis ins Alter durchgehalten wird bzw. noch leicht abnimmt: Der weitere Rückgang der Zeitungsnutzung ist also deutlich vorherzusagen.

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