Online Relations

Aus PR-Woerterbuch

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Die Nutzung des Internet als PR-Instrument wird als Online-PR bzw. als Online Relations bezeichnet. Im Sinne der segmentären Differenzierung sind Online Relations kein Segment von PR (wie etwa Political Relations, Financial Relations oder Medical Relations), sondern ein umfassendes Instrument der PR.

Online-PR ist ein Arbeitsbereich der Öffentlichkeitsarbeit, der unter Einsatz und Ausnutzung des durch Online-Medien möglichen Instrumentariums und der daraus abgeleiteten Mittel und Maßnahmen versucht, zu den für eine Organisation relevanten Bezugsgruppen Beziehungen aufzubauen“ (Friedlaender 1999: 81), diese zu pflegen und die Ziele der PR zu erreichen.
Online-PR verfügt über mehrere Dialog-Elemente und lässt sich für Public Relations auf vielfältige Weise nutzen, vor allem für die Positionierung einer Organisation (Herstellung und Erhöhung des Bekanntheitsgrades), zur Unterstützung des Dialogs mit internen und externen Zielgruppen, zur Dokumentation der Fortschrittlichkeit einer Organisation und damit zur Pflege ihres Images (Fuchs et al. 1998). Online-PR umfassen vor allem

1) Die Selbstdarstellung von Organisationen (Personen, Sachverhalten, Aktionen), die hierzu eine eigene Präsentation im Internet hinterlegen (Website),
2) Elektronische Post (E-Mail) als gezielte, schnelle Datenübermittlung des Absenders (der Organisation) an eine oder sehr viele bestimmte Personen,
3) Abrufen der aktuellen Berichterstattung der Medien, ggf. mit Zugangsberechtigung,
4) Einstellung von aktuellen Informationen über beliebige Sachverhalte (Eigenleistung), die von jedermann abgerufen werden kann,
5) Bildung von Diskussionsgruppen oder -foren zu aktuellen Themen oder in Fällen von Krisen und
6) Recherche nach allem Wissen, was in der Menschheit bislang angesammelt worden ist und was mit Hilfe von Suchmaschinen gesucht, gelesen und dann ggf. auch gedruckt werden kann (etwa: wikipedia).

Online-PR kann die herkömmliche PR nicht ersetzen, aber sehr wirkungsvoll ergänzen. Sie stellt ein Komplementärmedium dar und dies umso mehr, je aktueller und tiefer (umfassender) die laufende Berichterstattung einer Organisation angelegt ist.

[Wehmeier 2002]

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