Zeitschrift

Aus PR-Woerterbuch

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Eine Zeitschrift erscheint mindestens zweimal im Jahr (sonst spricht man von Jahrbuch). Erscheint ein Presseorgan wöchentlich, so kann dies sowohl als Wochenzeitung erfolgen (z.B. DIE ZEIT), aber auch als Zeitschrift (Magazin, z.B. DER SPIEGEL). Die Zeitschrift besitzt eine geringere Aktualität als eine Zeitung und ist nicht auf die Universalität der Inhalte verpflichtet, sondern kann sehr spezifische Inhalte aufweisen, die sich nur an bestimmte Zielgruppen richten. Diese Zielgruppenorientierung macht Zeitschriften zu einem bevorzugten Medium für Werbung. Die Zielgruppenorientierung lässt sich aus der Thematik erschließen.

Es gibt in der Bundesrepublik etwa 22 000 verschiedene Zeitschriften, die sich nach sehr unterschiedlichen Typologien (etwa: nach Inhalt, Wesensmerkmal, Zielgruppe, Funktion) differenzieren lassen. Gängig ist eine Grobdifferenzierung in

a) Publikumszeitschriften (z.B. Illustrierte wie DER STERN, d.h. hohe Auflage, Zielgruppe ist die gesamte Bevölkerung),
b) Fachzeitschriften mit umfangreicher Differenzierung (z.B. für Wirtschaft, Handel, Bildung, Gesundheit, Handwerk, Verkehr, Kunst und Sport, die sich an bestimmte Zielgruppen richten),
c) Special-Interest-Zeitschriften (Hobby-Zeitschriften, die eine oft sehr spezifische Zielgruppe besitzen),
d) Haus- Kunden-, Werks- und Verbandszeitschriften,
Während sich eine Werkszeitschrift nur an die Mitglieder eines Unternehmens richtet und hier Funktionen interner PR erfüllt, richtet sich eine Kundenzeitschrift an die Konsumenten der Produkte eines Unternehmens bzw. eines Verbandes (z.B. "Bäckerblume“ oder „Apothekerzeitung"). Zwischen beiden stehen Zeitschriften, die vor allem der Pflege des Images dienen. Geht es dabei um ein Unternehmen, so spricht man von Hauszeitschrift, geht es um einen Verband, so spricht man von Verbandszeitschrift.
e) Wissenschaftliche Zeitschriften und
f) Programmzeitschriften.

Programmzeitschriften werden, weil sie sich an die gesamte Bevökerung richten, an sich den Publikumszeitschriften zugerechnet. Im Gegensatz jedoch zu einer Illustrierten liegt ihre Funktion in der laufenden Information über die Information (Programmangebote) anderer Medien (Fernsehen und Hörfunk). Daher sind sie als Metamedien anzusprechen.

[Rolf 1995 Schütz 2005]

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